Konflikte in der Stadtteilarbeit

Strukturen verstehen, Rollen klären, Handlungsspielräume stärken

6. November 2026
10.00 bis 16.30 Uhr
Pöge–Haus (barrierarm, Infos hier!)
Hedwigstr. 20, 04315 Leipzig
Teil der Workshopreihe Gestärkt durch die Krise in Kooperation mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V.!

Wer in der Stadtteilarbeit, der Soziokultur oder der Bildungsarbeit aktiv ist, ist täglich von Konflikten umgeben. Seien es die Themen, die die Klient*innen mitbringen oder die Spannungen, die im Team durch unsichere Strukturen entstehen. Strukturelle Probleme wie Armut, Diskriminierung oder Wohnungsnot werden zu persönlichen Anliegen: Engagierte wollen unterstützen, Lösungen finden – auch dort, wo ihr Einfluss begrenzt ist. Das kann leicht zu einem Gefühl von Ohnmacht führen. Dazu kommen meist hohe und teils widersprüchliche Erwartungen von Klient*innen, Trägern und Förderlogiken. In der Folge erleben viele Engagierte große innere Spannungen und Erschöpfung und stellen sich immer wieder die Frage nach dem Sinn ihrer Arbeit.

Zielgruppe
Das Training richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus den Feldern Stadtteilarbeit, Soziokultur, Integrations-, Bildungs- und Begegnungsarbeit
Seminarssprache
Die Arbeitssprache ist Deutsch. Sollte es diesbezüglich Hürden geben, sagt uns gern Bescheid.
Trainer*innen
Lukas Perka und Lena Spiecker
Teilnahmebeitrag
60 Euro (regulär / Organisationen)
35 Euro (ermäßigt / nach Selbsteinschätzung)
Wir möchten allen eine Teilnahme ermöglichen – bitte prüft, welcher Betrag für Euch möglich ist und sprecht uns an bei finanziellen Hürden.
Verpflegung
Gemeinsame vegane Mittagsverpflegung vor Ort möglich (optional)
Anmeldung
Über unser Kontaktformular

Im Workshop werden diese Spannungen aufgegriffen und gemeinsam bearbeitet. Dazu betrachten wir Fallbeispiele aus eurer Praxis und gewinnen ein tieferes Verständnis eurer Herausforderungen und Konflikte: Welche Anteile sind strukturell bedingt, welche werden im Alltag personalisiert – und wo liegt euer konstruktiver Handlungsspielraum? Darauf aufbauend rücken wir dann eure professionelle Rolle in den Fokus. Oft sind Engagierte zugleich Unterstützerinnen, Aktivistinnen, Verwaltungspartner*innen oder Vertrauenspersonen. Wir arbeiten mit euch heraus, welches Mandat ihr formal habt, welche zusätzlichen und abweichenden Erwartungen euch in der Praxis begegnen und wo in dieser Gemengelage Platz für euren eigenen Antrieb ist. Ziel ist es, Verantwortung klarer zu bestimmen, eure Konfliktkompetenz zu steigern und langfristig handlungsfähig zu bleiben.

Im Workshop arbeiten wir zu diesen Themen vornehmlich mit Modellen und erfahrungsorientierten Methoden aus dem ATCC-Ansatz. Mehr über unseren Arbeitsansatz könnt ihr außerdem hier erfahren!

Die Veranstaltung ist Auftakt der 6-teiligen Workshopreihe „Gestärkt durch die Krise“ in Kooperation mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie! 

Weitere Workshops der Reihe:

Arbeit auf Augenhöhe

Demokratische Entscheidungen gemeinsam gestalten
20.08.2026 | 10–16.30 Uhr | Die VILLA

Demokratische Visionen

Mit klarer Haltung für gesellschaftlichen Wandel
03.09.2026 | 10–16.30 Uhr | Pöge-Haus

Konfliktkultur entwickeln

Wege zu konfliktfähigen Arbeitsweisen
17.09.2026 | 10-16.30 Uhr | KulturGut Schönefeld

Zwischen Engagement und Erschöpfung

Überlastungssysteme erkennen und umgestalten
02.10.2026 | 10-16.30 Uhr | Heizhaus

Mit resilienten Strategien durch die Krise

Projekte stabil planen und handlungsfähig bleiben
12.11.2026 | 10–16.30 Uhr | Pöge-Haus