Grundkurs Konfliktbearbeitung: Konflikte konstruktiv bearbeiten

Praxisnahe Weiterbildung in 6 Modulen nach dem A.T.C.C.-Ansatz

Modul I: 29./30.10.2026 (Einführung ATCC-Ansatz / Personale Konflikte)
Modul II: 26./27.11.2026  (Strukturkonflikte)
Modul III: 28./29.01.2027 (Werte- und Machtkonflikte)
Modul IV: 11./12.03.2027  (Kultur- und Zeitkonflikte)
Modul V: 13./14.05.2027 (Regel- und Raumkonflikte)
Modul VI: 24./25.06.2027  (Konflikte rund um Rituale)
jeweils 10.00 bis 17.30 Uhr (donnerstags) und 09:30 bis 16.00 Uhr (freitags)
Der Veranstaltungsort in Leipzig wird noch bekannt gegeben!

Konflikte gehören zum Zusammenleben – sie sind wichtig für unser demokratisches Miteinander. Sie tauchen überall dort auf, wo Menschen zusammenkommen – im Team, in Projekten oder im privaten Umfeld – und werden oft als belastend erlebt. Gleichzeitig fehlt häufig die Zeit, der Raum oder die Kompetenz, Konflikte frühzeitig wahrzunehmen und konstruktiv zu bearbeiten. Unsere 9-monatige Grundlagen-Weiterbildung zu Konfliktbearbeitung setzt an diesem Verständnis an: Konflikte als Chance für mehr Klarheit, Verbindung und notwendige Veränderungen im Miteinander und in den Strukturen, in denen wir arbeiten. In sechs Modulen vermitteln wir praxisnahe Grundlagen nach dem A.T.C.C.-Ansatz.

Zielgruppe
Für haupt- und ehrenamtlich Engagierte und Fachkräfte aus der zivilgesellschaftlichen Arbeit (z.B. Stadtteil-, Bildungs- und Soziale Arbeit), die ihre Kompetenzen im Umgang mit Konflikten vertiefen und neue Handlungsmöglichkeiten für ihren Alltag im beruflichen und persönlichen Kontext entwickeln möchten
Seminarssprache
Die Arbeitssprache ist Deutsch. Sollte es diesbezüglich Hürden geben, sagt uns gern Bescheid.
Umfang
6 Module mit je zwei Seminartagen (immer Do/Fr)
Trainer*innen
Julia Legge und Lena Spiecker
Teilnahmebeitrag
600 Euro (regulär / Organisationen)
360 Euro (ermäßigt / nach Selbsteinschätzung)
Wir möchten allen eine Teilnahme ermöglichen – bitte prüft, welcher Betrag für Euch möglich ist und sprecht uns an bei finanziellen Hürden!
Verpflegung
Gemeinsame vegane Mittagsverpflegung vor Ort möglich (optional)
Anmeldung
Bitte bis 15. August 2026 über unser Kontaktformular
Warum konstruktive Konfliktbearbeitung?

Konflikte gehören fest zum Zusammenleben: Sie sind wichtig für unser demokratisches Miteinander, aber für die meisten Menschen anstrengend und belastend. Vielleicht wissen wir schon, dass sie zum Leben dazugehören und wichtig für unsere Beziehungen sind, aber wie gehen wir mit ihnen um? Wie lernen wir zu erkennen, was wir in Konflikten brauchen? Und wie können wir in Teams, Gruppen oder Projekten Veränderungen anstoßen, wenn Situationen festgefahren oder verworren erscheinen?

Auch im zivilgesellschaftlichen Bereich gehören Spannungen im Team, Frustrationen mit Klient*innen oder Konflikte in Projekten zum Arbeitsalltag. Häufig fehlen Zeit, Raum oder passende Kompetenzen, um Konflikte frühzeitig wahrzunehmen und konstruktiv zu bearbeiten. Dadurch werden sie jedoch meistens größer, kosten mehr Energie und können zu Überlastung, Ohnmacht oder Vereinzelung führen. Ein lebendiges und tragfähiges Miteinander entsteht durch den konstruktiven Umgang mit den Spannungen, die im Zusammenleben unvermeidlich sind. Hier setzt unsere 9-monatige Grundlagen-Weiterbildung zur Konfliktbearbeitung an. In sechs Modulen vermitteln wir euch Grundlagen aus Theorie und Übungspraxis für eine konstruktive Konfliktbearbeitung nach dem A.T.C.C.-Ansatz.

Aufbau der Weiterbildung

Die Weiterbildungsinhalte sind stark mit den Inhalten des A.T.C.C.-Ansatzes (aus dem Frz. für Approche et Transformation Constructive de Conflits). Wir starten mit einer Einführung in den Ansatz und vermitteln dann in jedem der sechs Module, auf welchen Ebenen Konflikte stattfinden können. Je nach Konfliktebene schließen sich daran die unterschiedlichen Bearbeitungsansätze an.

Methoden

Die Weiterbildung ist erfahrungs- und anwendungsbezogen aufgebaut. Wir geben Inputs zu Modellen und Theorie, leiten euch durch Einzel- und Gruppenübungen und bieten Raum für gemeinsame Reflexion und Praxistransfer. Dabei werden wir immer wieder auf konkrete Konflikte und Erlebnisse aus euren jeweiligen Kontexten Bezug nehmen, ordnen diese gemeinsam ein und geben Impulse für konstruktive Umgänge und Veränderungspotential.

Lernziele

– Konflikte mit euren Kolleg*innen, Familie, Mitbewohner*innen etc. frühzeitig wahrzunehmen und besser zu verstehen
– eigene Prägungen und Strategien mit Konflikten umzugehen zu hinterfragen und eine konstruktive Bearbeitung zu erproben
– kreative Ideen und Methoden um auf den unterschiedlichen Ebenen der Konflikte in eine Bearbeitung zu kommen
– das Gelernte in eurem Alltag und eurer Arbeit anwenden
– kontinuierlich zu einer konstruktiven Konfliktkultur in der Gesellschaft beitragen

Was ihr sonst noch wissen müsst

Wir arbeiten über den gesamten Zeitraum Oktober 2026 bis Juni 2027 konsekutiv als feste Gruppe in Leipzig zusammen. Zwischen den Modulen wird es Raum für Austausch, Reflexion und Praxisübertragung geben. Vorerfahrungen im Bereich Konfliktbearbeitung sind keine Voraussetzung! Wichtig ist nur die Bereitschaft, sich mit eigenen Erfahrungen einzubringen und sich auf einen gemeinsamen Lernprozess einzulassen. Eine Online-Teilnahme ist leider nicht möglich.

Ihr seid noch unsicher? An folgenden Terminen könnt ihr unsere Arbeit und Ansatz zur Konfliktbearbeitung kennenlernen und uns Fragen stellen:

– 21. Mai / 18. Juni /23. Juli / 17. September 2026, jeweils 15–17.00 Uhr: Kostenfreier Online-Workshop Konfliktbearbeitung im Team
– 17. Juni 2026, 10–16.30 Uhr: Workshop Konflikte in der Stadtteilarbeit
– 18. September 2026, 10–16.30 Uhr: Workshop Konfliktbearbeitung im Stadtteil (Info folgt!)
–02. Oktober 2026, 10–16.30 Uhr: Workshop Überlastungssysteme erkennen und umgestalten (Info folgt!)

Diese Veranstaltung ist Teil des Projektes Konflikte lokal bearbeiten, demokratische Werte stärken in Kooperation mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie, dem A.T.C.C.-Berufsverband für Konfliktbearbeitung und dem Leipziger Netzwerk für Demokratie.